Pan und seine Flöte
Konzert mit Dimo Dimov

Pan, der Gott des arkadischen Hirtendaseins, Sohn des Hermes und einer Nymphe, wird in der griechischen Sagenwelt als eine Verkörperung von derber, triebhafter Natur geschildert: bocksbeinig, von Angesicht eher tierisch als menschlich, ziegenbärtig und mit zwei Hörnern am Schädel, am Rücken ein Schwänzchen.

Dieser Hirtengott Pan begehrte nun die Pflanzennymphe Syrinx und suchte sie für sich zu gewinnen. Als er die Flüchtende jedoch zu ergreifen wähnte, verwandelte sie ein Gott in ein schwankendes Schilfrohr. Aus diesem fertigte sich Pan nun die mehrrohrige Hirtenpfeife und blies darauf fortan die schönsten Melodien, die von seiner unerfüllten Liebessehnsucht erzählten.

Bis heute lebt diese alte Sage in dem Klang der Panflöte, der jeder bekannten Melodie einen sehnsüchtig-träumenden Ausdruck verleihen kann.

Das zeigte auch der Auftritt des Panflötenvirtuosen Dimo Dimov am vergangenen Freitag in der Concordiakirche.

Sein großes Repertoire, das er sich in den 30 Jahren als Panflötensolist angeeignet hat, und das er teilweise auf der ersten und einzigen Porzellan-Panflöte der Welt vortrug, reicht von bekannten „klassischen“ Kompositionen über Pop-Balladen bis hin zu melodiösen Volksweisen und Eigenkompositionen.

So kamen in der gut besetzten Kirche bei einem guten Dutzend verschiedenartigster Stücke alle begeisterten Panflötenfans auf ihre Kosten:
Beethovens Ode an die Freude, Mozarts Papageno, Gounods Ave Maria, Strauß’ Künstlerleben, A.L. Webbers Argentina erklangen ebenso wie eine bulgarische Hirtenmelodie und das zum Schluß gebrachte Ich bete an die Macht der Liebe.
Sehr schön waren auch seine gleich eingangs mitgeteilten Erinnerungen an seinen ersten Auftritt in Ruhla vor mehreren Jahrzehnten, die Begegnungen mit Gisela und Karl-Heinz (Herrmann) und dann war da noch ein Hans (Ziegler) und offenbar ein leckerer Zwiebelkuchen.

Nun, nachdem seine musikalische Karriere ihn in die ganze Welt geführt habe, freute er sich, wieder in Ruhla gastieren zu dürfen.
Schön für das Publikum war auch, dass er gern und bereitwillig die mehrfach erklatschten Zugaben gab.

Ein schönes Konzert zum Ausklang der Woche, das die Zuhörer mit sanften Klängen auf das wohlverdiente Wochenende einstimmte. Vielen Dank an alle, die die Concordia-Kirche besucht haben und an die, die ein lobendes und/oder freundliches Wort gesagt haben! Die nächsten Veranstaltungen sind auch sehr zu empfehlen: sonntags, 10 Uhr Gottesdienst.

Andrea Pawlitzki
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde
Carl-Gareis-Straße 1
D-99842 Ruhla/Thür.
http://www.st-concordia.de/